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Kärntner Reindling: frei interpretiert nach Johann Lafer

Seit einem Jahr bin ich nun Exil-Bayerin und in Wien zuhause. Die österreichische Küche, ganz besonders die Mehlspeisen, Kuchen, Torten und das Gebäck haben es mir aber schon immer angetan. Ganz ehrlich? Für mich ist die österreichische Küche der Himmel auf Erden! Fast jeden Tag entdecke ich neue Gerichte, lokale und regionale Spezialitäten, die über den Kaiserschmarrn, den Mohr im Hemd oder ähnliches hinausgehen. Für 2016 habe ich mir vorgenommen aus jedem österreichischem Bundesland eine typische Köstlichkeit zuzubereiten. Den Anfang macht mein Kärtner Reindling. Ein Hefe- (Germ) Teig, der traditionell mit Nüssen und Rosinen gefüllt wird. Ich habe allerdings auf die Rosinen verzichtet und 1 EL Aprikosen- (Marillen) dazugegeben. Das hat wunderbar fruchtig und nussig geschmeckt – auch wenn ich den Reindling aus Mangel an einer passenden Guglhupfform in einer Springform zubereitet habe. Geschmacklich hat es dem Ganzen allerdings keinen Abbruch getan. Er hat wundervoll geschmeckt! Ich kann ihn euch nur ans Herz legen!

Kärntner Reindling

Kärntner Reindling: Eine Spezialität aus Kärnten!

Hier geht`s zum Rezept:

Zutaten für Kärntner Reindling mit Nüssen, aber ohne Rosinen:

(für 1 Guglhupf oder eine Springform à 24 cm*)

Für den Teig:

  • 130 ml Milch
  • 2 EL Zucker
  • 50 g Mehl
  • 15 g zerbröselte Hefe (Germ)
  • 250 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 4 EL weiche Butter
  • das Mark einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz

Für die Nussfüllung:

  • 200 g gehackte Haselnusskerne
  • 2 EL Honig
  • 1 EL Zimtpulver
  • 3 EL Rum nach Belieben
  • 1-2 EL Aprikosen- (Marillen)-marmelade nach Belieben

Zum Schluss:

  • 50 g Butter
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben
Kärntner Reindling: macht süchtig!

Kärntner Reindling: macht süchtig!

Und so geht der Kärtner Reindling:

Zubereitungszeit: 50 Minuten plus 1 1/2 Stunden Gehzeit plus 50 Minuten Backzeit

Die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen und in einer großen Schüssel mit dem Zucker, 50 g Mehl und der zerbröselten Hefe glatt rühren. Den Vorteig dann zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er Risse bekommt. Dann 250 g Mehl darüber sieben, Eigelb, Butter, das Mark der Vanilleschote und 1 Prise Salz dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Das dauert mit der Hand ca. 10 Minuten, mit der Küchenmaschine geht es erheblich schneller! Den Teig wieder zudecken und an einem warmen Ort weitere 30 Minuten gehen lassen bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit die Butter für die Nussfüllung in einem Topf schmelzen lassen und die gehackten Haselnusskerne dazugeben, den Honig, dem Zimtpulver und nach Belieben den Rum und die Aprikosen- (Marillen) -marmelade dazugeben und alles gleichmäßig verrühren.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig zu einem Rechteck (ca. 40 x 20 cm) ausrollen und die Nussmischung gleichmäßig darauf verteilen, dabei am Rand ca. 1 cm Platz lassen. Den Teig von der langen Seite her vorsichtig aufrollen und die beiden Ende vorsichtig miteinander verbinden.

Die Spring- (bzw. Guglhupf) -form einfetten und den Teigring mit der Naht nach unten in die Form legen und noch einmal mit einem Tuch abgedeckt an einem warmen Ort für rund 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Butter schmelzen lassen und den Reindling damit einpinseln und für rund 50 Minuten auf der zweiten Schiene von unten backen. Danach den Reindling aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, dann auf eine Kuchenplatte stürzen und mit Puderzucker bestäuben.

Fertig ist die Kärntner Spezialität! Ich wünsche euch einen guten Appetit und hoffentlich seid ihr bei der nächsten österreichischen Süßspeise wieder mit dabei oder ihr habt eine Idee für mich?

Hier könnt ihr die Kuchenform kaufen, die ich benutze*: http://amzn.to/1S9ZlKg

Das Rezept, das ich etwas abgewandelt habe, findet ihr im Kochbuch von Johann Lafer. Wenn ihr es über diesen Link bestellt, dann bekomme ich eine kleine Provision, euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten*:

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